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Nach unserem Whiskydinner mit Chris & Marion Pepper vom Whiskykoch in Darmstadt erhielten wir folgenden Bericht einer Teilnehmerin, den wir hier einfach nur noch um einige Fotos ergänzen möchten:

cimg1797Am 26. Februar 2010 fand im "Estragon" in Düsseldorf das Whiskydinner mit Whiskykoch Chris Pepper in Kooperation mit TasteWhiskey statt. Der erfahrene Whiskykoch Chris Pepper präsentierte ein 5-gängiges Menu, welches er exklusiv zu den begleitenden irischen & schottischen Whiskies komponiert hatte. Daraus entwickelte sich ein kulinarisches Klangspiel aller sensorischen Sinne.

Wer hätte gedacht, welche kulinarischen Überraschungen einen in einem Düsseldorfer "Hinterhof" erwarten können! Zur Begrüßung und zum ersten lockeren Kennenlernen der Teilnehmer wurde als Aperitif 
ein Bruichladdich 20 Jahre (1988-2008, 52,6%, James MacArthur) angeboten, welcher zur Überraschung vieler Teilnehmer trotz der relativ hohen Volumenprozente und seinem Alter einen sehr weichen und frischen Eindruck machte. Damit wurden dann an den einzelnen Tischen schon rege die ersten Meinungen ausgetauscht - ein klasse Start in den Abend. Jeder Gang wurde dann eingestimmt mit den Tasting-Notes von Chris Pepper und Ergänzungen durch die zum Teil doch sehr unterschiedlichen Geschmacks-Wahrnehmungen des Teams von TasteWhiskey. Somit wurde die Neugier auf das selber Probieren der einzelnen Gänge nur noch gesteigert.

cimg1805Als ersten Gang mit Essen, gab es dann Rucola & Blattsalat auf Orange mit Vanille-Croutons & Ahorndressing mit einem Greenore 15 Jahre (Cooley, small batch, 43%, Original-Abfüllung) zu verkosten.
Die zarten Vanille- und Karamell - Noten des Whiskies ergänzten den frischen und kernigen Geschmack des Rucolas. Die fruchtigen Zitrusnoten der Orangen ergänzten die Säure des Dressings hervorragend.

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Eher ungewöhnlich für die deutsche Küche, und von daher mit einiger Skepsis der Teilnehmer im Vorfeld, wurde dann der 2. Gang in Angriff genommen: 
Erbsen-Minze-Suppe mit Aprikosencreme und dazu ein Aberlour 14 Jahre (1989-2004, 56,8%, James MacArthur). Wieder eine Überraschung - der doch sonst eher im Dessertbereich angesiedelte Aberlour harmonierte mit seinen "frühlingshaft frischen und grünen Noten" sehr gut zu den Erbsen und der Minze; die fruchtigen Noten spiegelten sich toll in der Aprikosencreme wieder.

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Der nächste Gang, dann etwas für alle Fans der rauchigen und torfigen Whiskies. Ein Muschel- und Seetang-Risotto kombiniert mit einem Caol Ila 13 Jahre (1995-2008, 59,8%, James MacArthur). In dieser Kombination konnte man sich gedanklich direkt auf die kantige Küstenregion am Meer einstellen. Muscheln und Seetang ergänzten hervorragend die salzigen und torfigen Rauchnoten, das Risotto selbst war sehr cremig und stellte somit die Balance im Kampf der Kräfte der Seenoten wieder her.

cimg1824Mit dem kommenden Gang blieb man dann auch geschmacklich eher in den nördlichen Gefilden: Tafelspitz im "Wash" gegart, auf Meerrettich-Grünkohl und Butterkartoffeln, dazu einen Jura 15 Jahre (,1992-2007, 53,9%, James MacArthur). Natürlich waren alle sehr interessiert daran, was sich denn nun hinter "im Wash gegart" 
verbirgt. Frei übersetzt handelt es sich hierbei um einen Sud aus Wurzelgemüse, ergänzt mit "getoastetem" Malzextrakt aus dem Destillations- bzw. Bierbrauprozess. Diese malzige Note vom extrem zarten Tafelspitz setzte sich dann auch sehr gut gegen den rauchigen und würzigen Geschmack des Jura durch und harmonierte auch mit dem Meerrettich-Grünkohl auf eine ganz überraschend gute Weise.

cimg1827Für alle Schleckermäuler stand als nächstes nun ein Highlight auf dem Programm: Zitronen-Mandel-Tiramisu in Kombination mit einem Longmorn 12 Jahre (1996-2008, 60,1%, James MacArthur). Eine einzigartige Ergänzung, die wohl besser nicht hätte sein können! Trotz seiner Fassstärke glänzte der Longmorn mit einer Weichheit und karamelligen Sahne-Noten, dabei leicht nussig und mit Apfel-und Zitrusnoten. Also genau die Geschmacksnoten, die sich im Tiramisu wiederfanden und gegenseitig verstärkten. Wäre nicht alle Gänge vorab schon so lecker und üppig gewesen, hätten viele gerne einen Nachschlag gefordert.

Und deshalb freuten sich alle zur Unterstützung auch schon auf den Digestif, einen
Tyrconnell 10 Jahre (Sherry Finish, 46%, Original-Abfüllung). Ein Klassiker zum Dessert bzw. für mich in der Kategorie "Kamin-Whiskies", der den Abend toll abgerundet hat und die vielen angeregten Gespräche begleitete, die sich zwischenzeitlich unter den Teilnehmern gebildet hatten.

Besonders beeindruckend fand ich auch die immer freundlichen & netten Veranstalter, die sich ganz natürlich direkt unter die Teilnehmer mischten und alle Fragen zum Thema beantworten, ohne einen Schulmeistereffekt zu erzeugen. Auch Chris Pepper kam später aus der Küche und ließ sich von den Teilnehmern noch feiern und beantwortete alle Fragen der begeisterten Hobbyköche. Ein rundum gelungener Abend, der Whisky-Einsteiger, aber auch erfahrenere Teilnehmer zufrieden stellte und immer wieder überraschen konnte. (MS)

Wir (Chris & Marion Pepper und Ralf & Iris Gräber) bedanken uns bei allen unseren Gästen für diesen wunderschönen Abend! Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Von Ralf & mir noch eine dicke Umarmung nach Darmstadt zu "Familie Whiskykoch": wir waren mal wieder ein tolles Team! Das hat richtig Spaß gemacht, auch wenn ich vorher ein bisschen nervös war. Und an Martin Homola und seinem Team vom "Estragon" schicken wir ebenfalls ein ganz dickes "Dankeschön" - super Service in toller Location. Wir kommen wieder - aber das wisst ihr ja schon! Der 11. September 2010 ist fest gebucht und die ersten Plätze bereits vergeben.

Ein kleiner Nachtrag: sowohl bei "Familie Whiskykoch" als auch bei "Familie TasteWhiskey" ist es inzwischen Tradition, nach einem Tasting (oder Dinner) bei den Teilnehmern nach dem "Gewinner des Abends" zu fragen. Chris übernahm diese Aufgabe mit Vergnügen, nachdem er die Küche "geschlossen" hatte. Das Ergebnis hat mich wirklich überrascht: Der Greenore wurde Gewinner des Abends bei den Whiskies, der Salat mit Orange & Vanille-Croutons der Sieger bei den Speisen und beide zusammen ergaben die Lieblings-Kombination unserer Gäste. So ein eindeutiges Votum hatten wir glaube ich noch nie...

 

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